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HERZOG PACKT AUS

Marko Arnautovic: „Trainer, meine Schuhe tanzen!“

Sophie Hartl

Nicht mehr lange und es geht für unsere Fußball-Helden zur WM nach Amerika. Doch zuvor wird ausgepackt: Andi Herzog und Alabas ehemaliger Lehrer Martin Groß erinnern sich am Tag der Pflichtschullehrer in der Prater-Alm an so manche brisante Story. 


Wenn Herzog über Marko Arnautovic spricht, kommt er aus dem Schwärmen – und Kopfschütteln – gar nicht mehr heraus: „Der hatte als Junge schon eine Spielerqualität, die man sich kaum vorstellen kann!“ Er schlug Flanken mit dem Rabona-Trick, die zentimetergenau auf dem Kopf des Stürmers landeten – und schließlich auch im Tor. Aber auch im Dribbling konnte Marko überzeugen. 

Bild: Sophie Hartl

Einmal tauchte Arnautovic mit nigelnagelneuen, rosa-schwarzen Schuhen zum U21-Training auf. Als Herzog ihn darauf ansprach, schmunzelte Marko nur: „Trainer, wirst schon sehen, die Schuhe tanzen.“ Und tatsächlich: nach dem perfekten Dribbling begann der junge Spieler zu tanzen. Inzwischen gilt Arnautovic als österreichischer Rekordnationalspieler und Rekordtorschütze.



Ein Mann, ein Wort
Auch David Alaba sorgte für die eine oder andere (Show-) Einlage. Schon als 13-Jähriger an der Schule war er ein echtes „Schlitzohr“, wusste aber genau, wohin der Weg gehen soll. Als ihn sein damaliger Mathe-Lehrer fragte, was er denn einmal werden wolle, antwortete er völlig überzeugt: „Spieler bei Arsenal“. Auf die Nachfrage, was denn der Plan B wäre, legte er trocken nach: „Na gut, dann geh‘ ich zu Chelsea.“



Knapp vier Jahre später kam er dann unter die Fittiche von Andi Herzog. Die österreichische Fußballlegende erkannte Alabas Talent schnell – vor allem, als er geschickt einen körperlich wesentlich überlegenen Teamkollegen zu Boden brachte. „Ilsanker wollte David von hinten reinrutschen, aber der Junge wich so geschickt aus. Ich wäre gelegen“, lacht Herzog. Und kurz darauf – bei der zweiten Attacke von Ilsanker – rammte ihm Alaba den Ellenbogen ins Gesicht, woraufhin Ilsanker stürzte. „Da haben wir dem Trainer gesagt, der Junge ist Fußballspieler“, erinnert sich Herzog.

Herzog packt auch über sich aus
Neben unterhaltsamen Fußball-Anekdoten wird Andi Herzog von seinem Lehrer-Freund „Loisl“ auch über seine Schulzeit ausgefragt. „Naja, oft war ich nicht dort“, sagt Herzog trocken und löst lautes Gelächter in der Prater-Alm aus. Knapp 200 Pflichtschullehrer verfolgten den Talk zwischen Herzog und Lehrer „Loisl“. 

Bild: Sophie Hartl

Bild: Sophie Hartl

Bild: Sophie Hartl

Da der junge Herzog schon damals mehr Interesse am Fußball als am Schulbankdrücken hatte, musste seine Mama manchmal auch zu härteren Maßnahmen greifen: „Als ich einmal im Halbjahr fünf ‘Nicht Genügend‘ im Zeugnis hatte und mit meiner Mannschaft nach Saudi-Arabien fliegen wollte, nahm sie mich am Ohr“, lacht Herzog. Rückblickend ist die Fußballlegende froh, die schulische Ausbildung abgeschlossen zu haben – vor allem von den Sprachen hat er profitiert. 


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