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3. Liga

vor 3 Stunden
USABSK 1933

TAG X IN BISCHOFSHOFEN

Große Fußball-Causa: Wer bekommt den Zuschlag?

Sebastian Steinbichler

In Bischofshofen steht der Tag der Entscheidung an. Wer darf in Zukunft den Sportplatz und die Fußball-Infrastruktur nutzen? Die „Krone“ blickt auf die hochemotionale Causa, die die Drähte zum Glühen bringt. 


Das ist nichts für schwache Nerven! Heute steht in Bischofshofen eine Entscheidung der Gemeindevertreter an, die den Fußball der Stadt und weit über die Gemeindegrenzen hinaus grundlegend verändern könnte. Seit Tagen und Wochen glühen die Drähte, die eine oder andere Sicherung dürfte bereits durchgebrannt sein. Die „Krone“ wirft vor der Sitzung einen Blick auf die hochemotionale Causa.

Worum geht es?
Die Gemeindevertreter Bischofshofens stimmen geheim darüber ab, welcher der drei Kandidaten den Zuschlag für die Nutzung des Sportplatzes ab 1. Juli 2026 bekommt. Eine einfache Mehrheit reicht aus. Im Falle von 25 Gemeindevertretern würden damit 13 Stimmen genügen.

Bild: Andreas Tröster

Wer steht zur Wahl?
Kandidat eins ist Westligist BSK, dem die Stadtpolitik nach jahrelangem Dauerzwist einstimmig die Benützungsvereinbarung für den Platz mit 30. Juni 2026 kündigte. Kandidat zwei ist der Skiclub Bischofshofen, der eine Fußballsektion eröffnen möchte. Dritter im Bunde ist Jetmir Cadari, früher selbst 1b-Trainer beim BSK. Er gilt als klarer Außenseiter.

Was sind die Konzepte?
Cadari ist wie den beiden anderen die Nachwuchsarbeit ein großes Anliegen. Der Skiclub pflegt dabei das Motto „Von unten nach oben“ und möchte den Fußball, laut eigenen Aussagen, mit namhaften Experten, auf neue Beine stellen. Der BSK gab als Ziel in seinem Konzept den „Aufbau einer klar strukturierten Kinder- und Jugendarbeit“ an. Zuständig für die Jugend ist seit Dezember 2025 der erfolgreiche Judo-Trainer Stefan Würnitzer.

Welche Rolle spielt der Bürgermeister?
Bürgermeister Hansjörg Obinger steht in der Causa im Fokus. In den vergangenen Jahren entfernte er sich immer wieder vom BSK, näherte sich dann aber auch immer wieder an. Pikant: Im Dezember versprach der Stadtchef seinem politischen Mitbewerber und Skiclub-„Vize“ Raimund Unger – er ist ÖVP-Mandatar und nimmt nicht an der Abstimmung teil – vollste Unterstützung, sollte dieser sich bereit erklären, im Fußball etwas bewegen zu wollen.

Bild: Andreas Tröster

Wie ginge es weiter?
Das ist schwer zu prognostizieren. Fix: Der BSK muss als Drittligist bis 27. April unter anderem seinen Spielort für die kommende Saison bekannt geben. Sollte der Zuschlag an den Skiclub (oder auch an Cadari) gehen, können sich diese mit ihrem Verein bis Ende Mai beim Fußballverband anmelden. Notwendig dafür sind etwa eine Kampfmannschaft und zwei Nachwuchsteams.

Ist eine Zusammenarbeit mehrerer Parteien denkbar?
Genau das stellte der BSK per Schreiben an die Fraktionen – neben einem Versuch, noch einmal auf Stimmenfang zu gehen – in den vergangenen Tagen noch in den Raum. Es darf aber stark bezweifelt werden, dass es in der aktuellen personellen Konstellation zu einer Zusammenarbeit – etwa zwischen BSK und Skiclub – kommen könnte. Somit gilt am großen Tag X: alles oder nix!


Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at

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